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November 08 2011

15:47
15:33

Ryanair Italien hat eine neue Werbekampagne. Sie bieten ...

Ryanair Italien hat eine neue Werbekampagne. Sie bieten Berlusconi darin günstige Fluchtmöglichkeiten an :-)
06:52
00:31

"Fortunately for some (and not so fortunately for others), the human nose can capture and..."

“Fortunately for some (and not so fortunately for others), the human nose can capture and discriminate many smell signatures.”

- What’s that fatty odor?
Tags: science

November 05 2011

04:00
November 05, 2011

HELP ZOMBIE FISH RESEARCH!

Reposted bymonimichdatenwolfDivius

November 04 2011

06:46

November 03 2011

09:31
Auf den Dinozahn gefühlt [Topthema]
Camarasaurus lentus skull at the Smithsonian museum of Natural History; Creative Commons, va Wikimedia Commons [http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Camarasaurus_lentus.jpg]
Spätestens das Buch Jurassic Park (zu deutsch: DinoPark) - das wiederum stark von den Arbeiten der Paläontologen John Horner und Robert Bakker inspiriert war - hat uns gezeigt, dass man mit einer guten Portion Fantasie eine Menge Annahmen über das Verhalten der Dinosaurier machen kann. Zum Beispiel darüber, dass sie wie Zugvögel jahreszeitlich gewandert sind. Diese Annahmen, selbst wenn sie plausibel (zum Beispiel durch Analogien zu Vögeln, ihren engsten lebenden Verwandten) begründbar sind, zu beweisen, ist dann aber ein ganz anderes Problem: Verhalten wird nicht einfach so versteinert wie Knochen oder Trittspuren. Und trotzdem kann die Wissenschaft hier eine ganze Menge aus Fossilien und Gesteinsspuren erfahren - nicht zuletzt dank eines Sauerstoffisotops, das sich im Boden ebenso wie in den Zähnen fossil erhalten hat und das Rückschlüsse auf Temperaturen und Höhenlagen geben kann. Wie, das erklärt uns Martin Bäker:

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Tags: Topthema
08:22

Aktueller Aufguss des alten Polit-Mems mit dem Tschernobyl-Milchpulver: ...

Aktueller Aufguss des alten Polit-Mems mit dem Tschernobyl-Milchpulver: Japanischer Abgeordneter trinkt dekontaminiertes Fukushima-Wasser.
A Japanese lawmaker has drunk a glass of water taken from a radioactive puddle inside a reactor building at the stricken Fukushima nuclear plant in a bid to prove decontamination efforts are working.
Wenig überraschend sah er wohl eher nervös aus dabei.

Update: Es gibt ein Youtube-Video davon!

02:19

Jeans: Umweltschutz am A... [Geograffitico]

Mannomann, da trage ich seit Jahrzehnten unbeirrt, tagein tagaus, jene blauen (und manchmal auch schwarzen) Baumwollhosen, die dank des fränkischen Auswanderer Löb Strauß unter dem verballhornten Ortsnamen Jeans die Welt erobert haben - und hatte doch keine Ahnung, dass ich damit ein wandelnder Wasserverschwender bin: Ein Paar Jeans verbraucht, von der Erzeugung der Baumwolle bis hin zum (gelegentlichen) Waschen, im Laufe seines Lebens mehr als 3000 Liter Wasser. Und mit etwa einem halben Dutzend Jeans im Schrank, bei einem Schwund von etwa einem Paar jährlich, habe ich also allein mit diesen scheinbar so schlichten Bein-und-A...-Hüllen im Lauf meines erwachsenen Lebens runde 100.000 Liter Wasser verbraucht. Damit lässt sich zwar keine Wüste bewässern, und manche Leute haben mehr Volumen in ihren privaten Swimmingpools - aber es ist, andererseits betrachtet, mehr als nötig gewesen wäre.Auf diese Erkenntnis bin ich zwar erst heute (= Mittwoch) durch die Lektüre dieses Artikels in der New York Times gestoßen. Meinen Kleiderschrank muss ich dennoch nicht gleich ausräumen - es genügt schon, die Jeans weniger häufig zu waschen, wie ich dort lernen konnte. Und wenn sie anfangen, jenen mysteriösen Nasse-Hunde-Geruch anzunehmen, den sie nach längerer Tragzeit zwangsläufig entwickeln (und der typischer Weise durch ein gut geheiztes "Bad" in einer Waschmaschine beseitigt wird), werd' ich's mal mit dem Tipp versuchen, sie im Gefrierfach einzulagern - das soll jene geruchsbildende Keime auch ganz effizient abtöten. Und wenn gewaschen wird (dem Kaffeefleck ist nämlich die Temperatur ziemlich schnurzegal), dann nur noch mit kaltem Wasser. Und während ich jetzt mal den Wäschekorb durchwühle, verweise ich hier noch schnell, auf die Better-Cotton-Initiative, die durstige Baumwolle künftig mit so wenig Wasser wie möglich anzubauen. Damit zwar die Jeans am Hintern weiterhin sitzt, ohne dass dabei der Uwmeltschutz am A... ist.


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Tags: Umwelt
00:04

Wissenschaft im Einkaufszentrum [ErklärFix]

Neulich bin ich im Einkaufszentrum beim Vorbeigehen auf eine sehr empfehlenswerte Ausstellung gestoßen:



Marum

Wie die alte Weisheit schon sagt, wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, kommt die Wissenschaft zum Bürger. Sehr viele Angebote, bei denen Wissenschaft verständlich erklärt und dem nicht-Experten schmackhaft gemacht werden soll, leiden unter einem ganz wesentlichen Problem: Die interessierte Zielgruppe - die Bürger, die Schüler, die Patienten, die Kunden, wer auch immer sich eigentlich nicht freiwillig mit den komplexen, ihm eigentlich fremden Themen beschäftigen soll - muss erstmal das Angebot wahrnehmen. Er muss irgendwie davon erfahren UND dann auch noch in die Uni, das Unternehmen, das Museum, das Science Center oder welche Lokalität auch immer kommen.



IMAG0557 kl.jpg
Hier macht der Absender das anders, er kommt dahin, wo der normale Bürger, der nicht-Experte sich mit recht hoher Wahrscheinlichkeit aufhält, in ein Einkaufszentrum. Die Fußgängerzone würde ähnlich praktisch sein, hier wird nachts aber nicht abgeschlossen und auch das Wetter wird u.U. wenig hilfreich sein. Mehrere Stände wurden aufwendig konzipiert und attraktiv umgesetzt. Zu verschiedenen Themen kann sich der Gast im Vorbeigehen mal eben informieren. Findet das Angebot sein Interesse, verweilt er vielleicht auch noch an den anderen Ständen und informiert sich. Mich hat der erste Stand direkt überzeugt, sodass ich mir ganz bewusst auch den Rest der Wander-Ausstellung angeguckt habe.

In mehreren großen runden Becken tummelten sich ein paar Krebse, Miesmuscheln, Algen und Seesterne. Für Norddeutsche und erfahrene Küstenurlauber vermutlich kalter Kaffee. Dennoch haben sicherlich nicht wenige Kinder noch nie aus einer solchen Nähe einen gemeinen Krebs in Ruhe beobachten können. Bei den Erwachsenen traue ich mir keine Vermutung zu, die Erfolgsquoten von diversen TV-Formaten lassen jedoch ähnliches erahnen.

IMAG0562 kl.jpgEs sind Spekulationen und Vorurteile, wie groß der Anteil der angeblich „bildungsfernen" Bürgerpopulationen wirklich ist. Der Erfolg von Galileo & Co. zeigt aber, das „Wissenschaft" (oder das, was als solches deklariert wird) scheinbar doch wieder attraktiv geworden ist und beim gemeinen Publikum auf Interesse stößt. Eine solche Ausstellung ist meines Erachtens DIE Chance, direkt mit dem Publikum in Kontakt zu treten und seine Themen zu übermitteln, ohne es durch Redaktionen weich kochen zu lassen. Es ist eine Sache, im Fernsehen eine künstlich aufgebauschte Einspielung über Tiefsee-Roboter zu sehen, oder beim Einkaufen nebenbei mal einen kleinen Tauchroboter selbst gelenkt zu haben. Hier kann ich mir direkt einen Eindruck davon machen und es wortwörtlich be-greifen.



IMAG0563 kl.jpgDiesem Beispiel sollten viel mehr Wissenschaftsorganisationen folgen. Auch wenn es den Science-Zug und das Science-Boot gibt, hier muss das Publikum erstmal zu dem Gleis oder zu dem Hafen gehen, um sich die Wissenschaft anzugucken. Ich betitel das gerne als die „Bekehrung der Katholiken", denn wer sich erstmal freiwillig die Mühe macht, zum ausrangierten Nebengleis zu gehen, um sich einen ganzen Zug voll Wissenschaft anzugucken, der ist schon interessiert und würde auch ins Museum oder ins Institut kommen - der hat schon Interesse. (Was anderes sind die Schulklassen, die da hingekarrt werden und gezwungenermaßen alles über sich ergehen lassen. Die Lehrer hätten sehr viel mehr Aufwand, zu einem Institut etc. zu kommen).
Ich kann das Projekt nur empfehlen. Hier geht es zu den Tourdaten. Den Vulkan mit Schaum fand ich nicht ganz so prickelnd, aber Geschmack ist Bandbreite.


Nein, ich habe dieses Projekt nicht konzipiert und bekomme hierfür kein Geld. (Ich habe zwar ein vergleichbares Konzept erstellt, das aber leider nie realisiert wurde)

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00:01

Sauerstoff als Zeitmaschine: Die Wanderung der Saurier [Hier wohnen Drachen]

Einer der faszinierendsten Aspekte der Erforschung von Dinosauriern ist, dass es oft sehr interdisziplinär zugeht. Kombiniert man Kernphysik, Thermodynamik, Klimatologie, Geologie, Chemie, Physiologie, Entwicklungsbiologie und Paläontologie, kann man sogar etwas über das Verhalten der Dinos herausfinden.Wer groß ist, muss auch viel essen. Elefanten futtern etwa 150kg oder mehr am Tag (je nach Kaloriengehalt). Die großen Dinosaurier des Erdmittelalters, die noch deutlich schwerer waren, hatten sicherlich einen wesentlich höheren Bedarf - wie hoch genau hängt von ihrem Stoffwechsel ab, aber man geht heutzutage schon davon aus, dass der Nahrungsbedarf eher dem von Säugetieren als von Reptilien nahekommt.

Hier mal als Beispiel ein Camarasaurus, ein typischer Vertreter der Sauropoden und im oberen Jura von Nordamerika ein ziemlich häufiger Geselle:
Camarasaurs1.jpg

Vermutlich lebten diese Saurier in Herden, was den Nahrungsbedarf entsprechend steigert. Man kann sich also vorstellen, wie Herden von Camarasauriern so wie die heutigen Gnus durch die Flussauen (floodplains) zogen und alles futterten, was halbwegs grün war.

Da gibt es nur ein klitzekleines Problem: Das Klima in den Flussauen der Morrison-Formation im nordamerikanischen Oberjura hatte jahreszeitliche Trockenphasen. Während der Trockenheit dürfte es für große Sauropoden ziemlich schwierig gewesen sein, genügend Wasser und Nahrung zu finden, vor allem, wenn sie auch noch in Herden lebten.

Die Vermutung liegt natürlich nahe, dass sie das Problem auf die gleiche Weise gelöst haben wie viele heutige Tiere: Durch Wanderungen.

ResearchBlogging.orgSchön, spekulieren kann man viel, aber ohne eine Zeitmaschine wird man das kaum belegen können, oder?

Eine solche Zeitmaschine haben amerikanische PaläontologInnen jetzt erfunden, oder besser gesagt, gefunden. Nein, nicht so eine:
Delorean5.jpg
sondern so eine:

Water_molecule_3D.svg.png

Was ihr hier seht ist ein Wassermolekül. Wasser besteht bekanntlich aus zwei Wasserstoffatomen (deswegen heißt es ja auch "Wasser"...) und einem Sauerstoffatom (was eigentlich komisch ist, weil Wasser ja gar nicht sauer ist), die chemische Formel ist bekanntlich H2O.

Nicht alle Sauerstoffatome sind aber gleich, einige sind gleicher schwerer als andere. Sauerstoff gibt es in verschiedenen Varianten, so genannten Isotopen. Die unterscheiden sich chemisch nicht, sondern nur in der Zahl der Neutronen im Atomkern. Im handelsüblichen Sauerstoff kommt auf jedes der 8 Protonen im Atomkern ein Neutron, macht insgesamt 16 Kernbausteine. Deswegen nennt man dieses Isotop auch Sauerstoff-16, oder kurz 16O.

Es gibt aber auch eine Variante mit zwei "überzähligen" Neutronen, Sauerstoff-18 oder 18O. (Die dritte Variante 17O interessiert uns hier nicht.) Diese ist, wie gesagt, chemisch identisch, nur wegen der beiden Extra-Neutronen etwas schwerer.

Einem Wassermolekül ist es ziemlich egal, ob es ein 16O oder ein 18O enthält - solange die beiden Wasserstoffatome einen Sauerstoffpartner haben, sind sie zufrieden.

Physikalisch allerdings unterscheidet sich ein Wassermolekül mit 16O von einem mit 18O, weil das mit dem 18O so etwa 10% schwerer ist. Und das macht sich manchmal bemerkbar, beispielsweise, wenn Wasser verdunstet. Die "leichtere" Wasservariante verdunstet etwas schneller. Misst man das Verhältnis der beiden Sauerstoffisotope im Wasser, kann man deshalb Rückschlüsse auf die Temperatur ziehen. Das macht man beispielsweise mit Eisbohrkernen aus arktischen Regionen, um das Klima in der Vergangenheit zu erforschen.

Eis aus dem Jura haben wir aber nicht - was sollen uns also die Isotope im Wasser nützen? Nun, wir haben zwar kein Eis, aber wir haben etwas, das fast so gut ist: Kalziumkarbonat. Kohlendioxid (CO2) kann in Wasser gelöst werden und Kalziumkarbonat CaCO3 bilden - eins der drei Sauerstoffmoleküle im Kalziumkarbonat kommt dabei aus dem Wasser.

Anhand von Kalziumkarbonat in Sedimentgesteinen aus der Morrisonformation kann man also etwas über das damalige Verhältnis der Sauerstoffisotope und damit über die dortige Temperatur herausfinden.

Aber wie hilft uns das nun bei der Saurierwanderung?

Saurier müssen - wie die meisten Tiere - auch Wasser trinken. Und die Sauerstoffatome des Wassers werden dabei in ihren Körper eingebaut, beispielsweise in die Zähne. Schaut man sich also das Verhältnis von 16O und 18O in den Saurierzähnen an, so kann man auch daraus etwas über das Klima lernen, in dem sie gelebt haben. Und wenn die Saurier in der Morrison-Formation gelebt haben, dann sollte das Verhältnis dem Verhältnis entsprechen, das wir in den Sedimenten finden.

Raffiniert, oder? Die Raffinesse geht aber noch weiter. Zähne wachsen ja recht langsam. Der Sauerstoff im Zahnschmelz spiegelt deshalb sozusagen die Geschichte des Dinosauriers wieder - in den "neueren" Bereichen des Zahns findet sich das Verhältnis, das kurz vorm Tod des Dinos aktuell war, in den älteren Bereichen des Zahns dagegen das Verhältnis, dem er einige Monate vor seinem Tod ausgesetzt war. (Anders als bei uns wachsen Saurierzähne ja immer wieder nach - jahrzehntealte Zähne wird man deshalb in einem Sauriermaul nicht finden.)

Hier eine Skizze (aus dem paper) eines Sauropodenzahns:
sauropodenzahn.jpg

Links seht ihr die Krone, rechts die Wurzel. Falls ihr euch wundert, dass die Zahnkrone den ältesten Zahnschmelz enthalten soll und die Wurzel den jüngsten: Das ist bei Zähnen so. Die wachsen ausgehend von der Stelle, die später mal die Spitze des Zahns werden soll. Diese Grafik hier zeigt das sehr schön für einen menschlichen Zahn
tooth development 3.jpg
Ihr seht, dass die Stelle, die später die Krone wird, als erste da ist, die Wurzel wird als letztes angebaut. Die weiteren Details erspare ich uns hier - wenn ihr dem Link oben folgt, könnt ihr euch über Zahnentwicklung schlaulesen.

Man muss sich also das Verhältnis der Sauerstoffisotope an unterschiedlichen Stellen des Saurierzahns angucken und kann daraus Rückschlüsse darauf ziehen, welche Wassertemperatur im Trinkwasser so etwa geherrscht hat, als er diesen Teil des Zahns aufgebaut hat.

Und das hier kommt dabei raus (für unterschiedliche Zähne desselben Dinos):
sauropodenzahn3.jpg

Der älteste Teil (die Krone) des Zahns ist links im Bild, jüngere Teile rechts. Man erkennt deutlich, dass das Isotopenverhältnis sich ändert - 4-5 Monate vor seinem Tod wohnte der Camarasaurus noch in der Niederung, aber in den letzten Monaten hat sich das Verhältnis deutlich verschoben, was darauf hindeutet, dass er im einige Hundert Kilometer entfernten Hochland gelebt hat. (Die entsprechenden Gesteine aus den umliegenden Gegenden wurden auch untersucht und das gemessene Verhältnis passt gut zu den Hochlandregionen.)

Auf den ersten Blick überraschend ist, dass der untersuchte Zahn in der Morrison-Formation selbst gefunden wurde. Sollte dann nicht der gerade abgelagerte Teil des Zahns das hierzu passende Isotopenverhältnis haben, die Kurve also ganz rechts wieder nach oben gehen?

Nicht notwendigerweise. Zähne wachsen ja, wie gesagt, langsam. Es gibt eine Zeitverzögerung zwischen einer Änderung des Isotopenverhältnisses in der Nahrung und deren Entsprechung im Zahn. Die kennt man für Sauropoden natürlich nicht (dafür bräuchte man dann wohl doch den Delorean), aber bei heutigen Säugetieren beträgt sie einige Wochen. Wesentlich länger kann sie auch beim Camarasaurus nicht gewesen sein - wären es Monate, dann würde diese Verzögerung das Isotopensignal vollkommen verschmieren und unkenntlich machen. Es ist also zumindest plausibel, anzunehmen, dass der untersuchte Camarasaurus wenige Wochen vor seinem Tod noch im Hochland lebte und sich dann wieder in die Flussauen aufmachte, wo er dann umkam.

Seine Zähne und ziemlich viel wissenschaftliches Geschick verraten aber nach über 140 Millionen Jahren noch, wo er herumgetrieben hat.



Fricke, H., Hencecroth, J., & Hoerner, M. (2011). Lowland-upland migration of sauropod dinosaurs during the Late Jurassic epoch Nature DOI: 10.1038/nature10570
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Reposted bydatenwolf datenwolf

November 02 2011

20:03

Tunisia recognizes the American Transitional National Council

Tunisian Facebook users have plastered Obama's Facebook page with thousands of messages in support of the Occupy movement: Among the comments, Tunisian Facebook users circulated “Arab Spring” jokes, such as: “Tunisia is the first country to recognize the American Transitional National Council,” referring the revolutionary upheaval in Libya and the global recognition of the Libyan [...]

19:00

"Unfortunately, mummified penises from this era are hard to come by."

“Unfortunately, mummified penises from this era are hard to come by.”

- Piercing the Paleolithic Penis
Tags: science
15:13

Drittes Update zum Schultrojaner (1. Update)

Zwei Tage nach unserer ersten Berichterstattung über den sogenannten Schultrojaner (der eigentlich eine Schnüffelsoftware für unheimliche Onlinedurchsuchungen von Schulrechnern nach illegalen Kopien von Schulbüchern ist) gibt es erste Anfragen von Abgeordneten und Landtagsfraktionen und einige neue Pressemitteilungen von Politikern und Lehrerverbänden.

Auf unsere eMail-Anfragen an die Presseabteilungen verschiedener Kultusministerien haben wir bisher keinerlei Reaktion erhalten.

Der FDP-Landtagsabgeordnete Björn Försterling hat in Niedersachen seiner Regierung verschiedene Fragen in zwei kleinen Anfragen gestellt.

Die Piratenfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus hat gleich eine große Anfrage mit 26 Fragen an den Senat gestellt.

In Schleswig-Holstein hat wohl die SPD-Fraktion eine kleine Anfrage gestellt (da finde ich aber gerade den Link nicht mehr).

Und es gibt weitere Pressemitteilungen, diesmal u.a. von Lehrerverbänden.

Der Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE) (vertritt nach eigenen Angaben als Gewerkschaft 140.000 Lehrer in Deutschland) erklärt in einer Pressemitteilung:

„Schulen kämpfen seit langen Jahren vergeblich um ausreichende Mittel für die Anschaffung von Schulbüchern, Arbeitsheften, CD, DVD im Original und sind deshalb auf Kopien aus aktuellen Werken angewiesen, wenn sie ihren Bildungsauftrag erfüllen wollen“, erklärt VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann mit Blick auf die aktuelle Debatte über einen „Schultrojaner“. „Lehrerinnen und Lehrer lassen sich dafür nicht als mögliche Raubkopierer diskreditieren. Der VBE rät zu Dienst nach Vorschrift. Anstatt Material zu kopieren oder zu scannen eine Bestellliste an den Schulträger senden.“ Der VBE sei zudem gespannt, was die Datenschutzbeauftragten der Länder nach Prüfung der geplanten Software sagen werden.

Beckmann weiter: „Es ist mehr als eigenartig, dass ausgerechnet die Schulträger, die diese Misere verantworten, per Software nach Plagiaten suchen sollen. Hingegen ist bei den zur Verfügung gestellten Kosten-ansätzen für Unterrichtsmaterialien pro Schüler seit Mitte der 90er Jahre nichts Wesentliches passiert.“ Es sei kein Geheimnis, so Beckmann, dass es an Schulen oft veraltete Bücher oder unzureichende Klassensätze gebe, sodass oft aus Aktualitätsgründen kopiert werden müsse.

Der Lehrerverband DPhV fordert in einer Pressemitteilung die Annullierung der von uns kritisierten Paragraphen. Das ist möglich, da in dem Gesamtvertrag den einzelnen Partnern ein Kündigungsrecht zum Jahresende erlaubt wird. Hier ist die Meldung: Philologenverband fordert von den Kultusministern die Annullierung der “Schultrojaner-Vereinbarung”.

“Wir halten es für einen Skandal, dass vor Abschluss der Vereinbarung weder die zuständigen Datenschutzbeauftragten der Länder eingebunden wurden, noch die zum Einsatz kommende Software geprüft wurde. Während bei den so genannten ‘Staatstrojanern’ wenigstens Gerichtsbeschlüsse vorliegen müssen, soll an Schulen verdachtsunabhängig ermittelt werden. Wir hätten uns als Lehrergewerkschaft gewünscht, dass die Schulministerien im Rahmen ihrer Fürsorgepflicht Lehrkräfte gegen solch einen Generalverdacht in Schutz nehmen!”, betonte der Verbandsvorsitzende. [...] Besonders bitter stößt dem Philologenverband auch der Abschnitt in dem Rahmenvertrag auf, der die Länder dazu verpflichtet, bei festgestellten Verstößen grundsätzlich gegen die betroffenen Lehrkräfte und Schulleitungen disziplinarrechtlich vorzugehen. “Damit vernachlässigen die Ministerien die ihnen obliegende Pflicht zur Einzelfallprüfung und verzichten zu Lasten der Beschäftigten auf den ihnen zustehenden Ermessensspielraum. Wir fordern eine sofortige Kündigung und Annullierung der entsprechenden Vereinbarungspassagen!”, bekräftigte der Verbandschef.

Die linke Bundestagsabgeordnete fordert in einer Pressemitteilung: Schultrojaner stoppen.

“Mit dem geplanten Schultrojaner soll nun eine anlassunabhängige Überwachung und Durchsuchung von Computern auch in Schulen Einzug halten. Damit werden alle Schüler und Lehrer unter einen Generalverdacht gestellt. Hiermit wird die Unterwerfung der Bildung unter den freien Markt zementiert und mit unverhältnismäßigen Methoden überwacht”, erklärt Halina Wawzyniak mit Blick auf die Debatte um den geplanten Einsatz eines sogenannten Schultrojaners zum Aufspüren von Urheberrechtsverletzungen an Schulen.

Update:

Verschiedene linke Bundestagsabgeordnete und die BAG Netzpolitik der Linken haben einen Fragekatalog gebloggt: Schultrojaner: die politische Seite.

Diesen können die Fraktionen der LINKEN in den Landtagen (gern auch die Fraktionen anderer Parteien) nutzen um ihre jeweiligen Landesregierungen nach Planungen und Einsatz des Schultrojaners befragen.

In Thüringen hat die linke Landtagsabgeordnete Katharina König eine Anfrage an ihre Regierung gestellt.

14:00

Wenn Journalisten auf Esoterik-Gurus reinfallen [Astrodicticum Simplex]

Format ist eine Wochenzeitschrift aus Österreich. Ich habe sie seit Jahren nicht mehr gelesen, aber wenn ich mich einigermaßen richtig erinnere, dann kann man sie von der Qualität und Reichweite in etwa mit dem deutschen Stern vergleichen. Die Titelstory der aktuellen Ausgabe (43/2011) beschäftigt sich mit "Magischen Managern" und ein Artikel fragt "Warum in der Krise immer mehr Bosse an Übersinnliches glauben" (Ich hoffe der Link funktioniert auch später noch, Format verbietet leider den Artikel via WebCite oder anderen Cache-Diensten zu archivieren). Geschrieben wurde er von der Journalistin Silvia Jelincic. Die hat immerhin sogar eine eigene Seite bei Wikipedia, auf der zu lesen ist, dass sie von der Wirtschaftsuni Wien im Jahr 2008 einen Preis für Handelspublizistik bekommen und einen Bestseller über das Sexleben von Managern verfasst hat. Der Artikel im Format spricht ein interessantes Thema an, das hier im Blog auch schon öfter aufgetaucht ist. Warum glauben wirklich so viele Manager an pseudowissenschaftlichen Unsinn? Leider kann in diesem Fall eine Antwort lauten: Weil Journalisten wie Silvia Jelincic grottenschlecht recherchierte Artikel in viel gelesenen Wochenzeitungen veröffentlichen und darin Pseudowissenschaftlern und Esoterik-Gurus eine Plattform geben. Schon der Anfang des Artikels ist deprimierend. Hier noch weniger aufgrund der schlechten journalistischen Arbeit sondern wegen der Tatsache, dass Christiane Wenckheim, Chefin der Wiener Ottakringer Brauerei, anscheinend durch und durch esoterisch gefärbt ist und keine Hemmung hat, ihre Firma entsprechend zu führen und bei wichtigen Entscheidungen ein Pendel zu befragen. Schade, ich habe Ottakringer immer gern getrunken... Auch die im Artikel folgende Aufzählung weiterer Manager - unter anderem Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz - die ihr Geschäft nach esoterischen Maßstäben führen, ist deprimierend. Richtig schlimm wird es allerdings dann mit diesem Absatz:

"Zwar ist die Skepsis darüber in der Gesellschaft nach wie vor beträchtlich, doch auch Größen aus Wissenschaft und Forschung, wie der deutsche Biophysiker Dieter Broers, schenken diesen Phänomenen Beachtung. Für Broers ist vieles davon längst kein esoterischer Humbug, sondern wissenschaftlich überprüft (siehe Interview). "


Dieter Broers, der Mann, der seinen Doktortitel (h.c.) (den er sich mittlerweile nicht mehr zu führen traut) von von der Rutherford-University in Wyoming verliehen bekam, einer degree mill, also eine nicht akkreditierte Einrichtung, die nicht berechtigt ist, echte akademische Titel zu vergeben? Dieter Broers, der Mann, der an keiner echten Forschungseinrichtung arbeitet sondern nur einem pompösen Verein mit dem Namen International Council of Scientific Development angehört? Dieter Broers, der Mann, der pseudowissenschaftlich-esoterische Bücher schreibt, die nicht das geringste mit echter Wissenschaft zu tun haben und voller Fehler stecken? Broers, der Mann, der sich mittlerweile vollends zum Esoterik-Guru gewandelt hat, und seine Gefolgschaft via Facebook zu "globalen Meditationen" aufruft, bei der "Energie-Felder der Liebe" aufgebaut werden sollen? Der soll eine "Größe aus Wissenschaft und Forschung" sein? Davon scheint zumindest Jelincic überzeugt zu sein und hat Broers auch gleich zu einem ausführlichen Interview gebeten. Hier darf er wieder seinen längst bekannten und längst widerlegten Unsinn erzählen. Zum Beispiel den vom Maximum der Sonnenaktivität im Jahr 2012:

"Die NASA gibt beispielsweise bekannt, dass das nächste Aktivitätsmaximum unserer Sonne im Jahr 2012 stattfinden und sich bis Mitte 2013 erstrecken wird."


Dass das nicht stimmt, habe ich hier in meinem Blog schon vor 2 Jahren erklärt. Das muss man aber nichtmal gelesen haben, es reicht ein Blick in die Wikipedia um zu sehen, dass das Aktivitätsmaximum erst Mitte 2013 stattfinden wird. Aber wenn man sein Geld mit dem angeblichen Weltuntergang 2012 verdient, ist es halt immer gut, diese Jahreszahl irgendwo unterzubringen, egal was die Fakten sagen.

broersfacebook.png
Broers verkündet seinen Anhängern via Facebook, dass sie sich auf 2012 vorbereiten müssen (Um etwaigen Copyright-Problemen aus dem Weg zu gehen, habe ich die Bilder geschwärzt)



Natürlich nutzt Broers die Gelegenheit, um seine "Theorie" vom Bewusstseinswandel durch Sonnenaktivität zu verbreiten. Wann hat man schon mal als Pseudowissenschaftler die Chance, seine Lehre in einer großen und "seriösen" Wochenzeitung verbreiten zu können?

"Forscher haben schon vor mehr als 20 Jahren herausgefunden, dass bestimmte elektromagnetische Felder mit bestimmten Bewusstseinslagen korrelieren. Um es vereinfacht zu sagen: die erhöhten Sonnenaktivitäten sind in der Lage, bei sehr vielen Menschen ein erweitertes Bewusstsein einzuleiten."


Die Broersche These vom Bewusstseinssprung habe ich hier vor einiger Zeit auch schon ganz detailliert betrachtet. In seiner Rolle als "Wissenschaftler" behauptet Broers ja gerne, Wissenschaftler hätten dieses und jenes herausgefunden und wirft mit den Namen von Universitäten und Literaturzitaten um such. Leider macht sich selten jemand die Mühe, das auch nachzuprüfen und zu schauen, ob das was Broers behauptet auch wirklich durch die Zitate gedeckt ist. Frau Jelincic hat das jedenfalls nicht gemacht, sonst hätte sie gemerkt, dass Broers Unsinn redet. Silvia Jelincic hat anscheinend überhaupt nicht recherchiert (auch der japanische Politikwissenschaftler und Esoterik-Guru Masaru Emoto wird von ihr als "preisgekrönter Forscher" vorgestellt, der herausfand, dass Wasser Gefühle speichern kann).

Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten, wie man so ein absolut unkritisches Interview mit einem Pseudowissenschaftler und Esoterik-Guru führen kann.

Möglichkeit 1: Man ist völlig naiv und hat jegliche Recherche komplett unterlassen. Komplett heißt hier wirklich komplett - selbst eine simple Google-Suche hätte schnell gezeigt, dass Broers keine "Größe aus Wissenschaft und Forschung" ist.

Möglichkeit 2: Man weiß ganz genau, wer Broers ist und was er tut und hat ihn mit voller Absicht interviewt.

Da Frau Jelincic ja anscheinend eine preisgekrönte Journalistin einer wichtigen österreichischen Wochenzeitung ist, scheidet Möglichkeit 1 vermutlich aus. Vermutlich glaubt sie selbst an den ganzen pseudowissenschaftlichen Kram von wegen Bewusstseinsänderung durch Sonnenaktivität und hat die Gelegenheit genutzt, dem Guru Broers ein bisschen Öffentlichkeit zu verschaffen. Dafür spricht auch ihr Artikel bei Vienna Online bei dem das Interview mit Broers nochmal verwertet wurde. Hier wird er als der "international bekannte deutsche Biophysiker" vorgestellt und die Einleitung endet mit den Worten:

"Ich habe beschlossen, mein Gespräch mit Broers hier einfließen zu lassen, weil es wichtig ist, dass wir verstehen, was mit der Welt - und mit uns - passiert. Bitte nehmt Euch Zeit! "


(In ihrer Kolumne bei Vienna Online hat sich Frau Jelincic übrigens auch als Anhängerin der 9/11-Verschwörungstheorie geoutet).

Warum regt es mich so auf, wenn da ein kleines, unkritisches Interview mit einem Pseudowissenschaftler geführt wird? Ist doch nicht so schlimm, oder? Doch, ist es. Solange Leute wie Broers ihre "Theorien" in den einschlägigen Esoterik-Medien, im Internet oder bei Vorträgen vor Gleichgesinnten verbreiten, ist das eine Sache. Wenn aber "große" Medien, wie das Format solche Leute plötzlich ernst nehmen, sie unterstützen und ihnen Glaubwürdigkeit verleihen, dann ist das eine andere ganz Sache. Wie soll man es den Menschen verübeln, wenn sie große Angst vor dem angeblichen Weltuntergang bzw. der großen Krise im nächsten Jahr haben, wenn diese Theorie doch von "Größen der Wissenschaft und Forschung" präsentiert werden, die immerhin so wichtig zu sein scheinen, dass sie in großen und seriösen Wochenzeitschriften als Experten interviewt werden? Wer keine große Ahnung vom Thema hat, aber den Artikel und das Interview mit Jelincic liest, wird nicht auf die Idee kommen, dass man es hier nicht mit einem echten, seriösen Wissenschaftler zu tun hat. Wer setzt sich schon hin, und recherchiert jeden Zeitungsartikel nach, den er liest. Die Recherche wäre der Job der Journalistin gewesen! Aber unkritische Interviews dieser Art helfen nicht nur, den Pseudowissenschaftler und Esoterikern mehr Glaubwürdigkeit zu verleihen und die Gruppe derjenigen zu vergrößern, die auf ihre Masche und Angstmache reinfallen. Sie führen auch dazu, dass immer mehr Menschen ein völlig falsches Verständnis von echter Wissenschaft bekommen (und gerade Österreich hat hier Nachholbedarf). Dann braucht man sich auch nicht mehr zu wundern, wenn - wie der Artikel von Jelincic ja belegt - selbst die Top-Manager ihre Entscheidungen von Astrologen, Kartenlegern und Pendelschwingern treffen lassen.
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Tags: Kultur
11:41

Abstimmung über Lobbykratie-Medaille und das Urheberrecht

Negativpreise haben Hochkonjunktur. Die österreichischen Big Brother Awards wurden gerade erst verliehen, da startet LobbyControl eine öffentliche Online-Abstimmung zur Vergabe der Lobbykratie-Medaille. Folgende Unternehmen stehen zur Auswahl:

Deutsche Vermögensberatung AG: Nominiert für die Lobbykratie-Medaille, weil sie PR-Texte als seriöses Lehrmaterial vermarktet und so Lobbyarbeit aus den Parlamenten in die Schulen verlagert. Mehr

Gauselmann AG: Nominiert, weil die Spielautomaten-Firma es geschafft hat, über eine Million Euro an Parteien zu überweisen, ohne in den Rechenschaftsberichten die­ser Parteien aufzutauchen. Mehr

Bundesverband Medizintechnologie & Agentur Weber Shandwick: Nominiert, weil sie Patientenvertretungen für eine vermeintliche Graswurzelkampagne instrumentali­siert hat, um erfolgreich die Umsetzung einer Reform der Versorgung mit medizini­schen Hilfsmitteln zu verhindern. Mehr

RWE & Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe: Nominiert, weil das Energierunternehmen RWE zwei Mitarbeiterstellen in einem Forschungsprojekt der Bundesanstalt finanziert hat, welches Vorschläge für ein verbindliches Regelwerk zum Einsatz der CCS-Technologie in Deutschland erarbeiten sollte. Mehr

Deutsche Bank & Josef Ackermann als Vorsitzender des Institute of International Finance (IIF): nominiert, weil sie über einen privilegierten Zugang die günstigen Konditionen für die Finanzbranche bei der Griechenland-Rettung prägten und sich zugleich nach außen irreführend als hart getrof­fen darstellten. Mehr

Vorbild für die Initiative in Deutschland ist der “Worst EU Lobbying Award” auf europäischer Ebene. Der Begriff “Lobbykratie” war übrigens zuletzt vor einem Jahr Thema in diesem Blog anlässlich einer 3sat-Dokumentation mit dem Titel “Lobbykratie – Die inoffizielle Macht“.

Das Video dieser Dokumentation ist jedoch – wie könnte es anders sein – auf YouTube nicht mehr verfügbar. Und zwar auf Grund von “mehreren Benachrichtigungen von Dritten über eine Urheberrechtsverletzung”. Laut YouTube gehört zu den Beschwerdeführern die “Deutsche Vermögensberatung AG” – also eines der für die Lobbykratie-Medaille nominierten Unternehmen. Wiedermal zeigt sich, dass urheberrechtliche Ansprüche dazu verwendet werden können, den Online-Zugang zu unliebsamer Berichterstattung einzuschränken.

November 01 2011

07:32

Na DAS ist ja mal wieder sou-ve-rän reagiert, liebe ...

Na DAS ist ja mal wieder sou-ve-rän reagiert, liebe Amis. USA will der Unesco kein Geld mehr geben, nachdem sie Palästina als Vollmitglied zugelassen haben.
04:10

City Lights Could Reveal Civilisations On Other Planets

Earth's biggest cities are visible from space at night thanks to street lighting. ET's probably are too, say astronomers


The various pictures of Earth at night have become iconic images of humankind's impact on the planet. The giant metropolises of Tokyo, the East and West coasts of the US and much of northern Europe light up our planet like a festive bauble.

Today, Abraham Loeb from Harvard University in Cambridge and Edwin Turner from Princeton University in New Jersey point out that its entirely reasonable for civilisations on other planets to have lit up their cities too. Any intelligent life that evolved in the light from its nearest star is likely to have artificial illumination that switches on during the hours of darkness.

This light will be different from natural illumination. On Earth, artificial lighting falls into two types: thermal lighting in the form of incandescent light bulbs and quantum lighting in the form of LEDs and fluorescent lights. "The spectra of artificial lights on distant objects would likely distinguish them from natural illumination sources," say Loeb and Turner. "Artificial illumination may serve as a lamppost which signals the existence of extraterrestrial technologies and civilizations."

But how easy would it be to spot a city on another planet? Clearly, this light will have to be distinguished from the glare from the parent star and Loeb and Turner suggest a way to do this. Their idea is to look at the change in light from an exoplanet as it moves around its star.

Given that its orbit will be elliptical, the amount of reflected light will change with the distance from its star. But the amount of artificial light will remain constant. So the total flux from a planet with city street lighting will vary in a way that is measurably different from a planet that has no streetlights.

There's a caveat, however. "For this signature to be detectable, the night side needs to have an artificial brightness comparable to the natural illumination of the day side," say Loeb and Turner. That seems rather unlikely given that Earth's night time illumination is some 100,000 times less its day time lighting.

But it's early days for this entirely new form of SETI. Other techniques for spotting cities as they blink on and off in the extraterrestrial night will surely emerge.

There is another search that could be done closer to home. With the help of some back-of-the-envelope calculations, Loeb and Turner say that today's best telescopes ought to be able to see the light generated by a Tokyo-sized metropolis at a distance of about 50 AU, that's roughly the distance to the Kuiper belt.

So if there are any cities out there, we ought to be able to see them now. "Artificially-lit Kuiper Belt objects might have originated from civilizations near other stars," say Loeb and Turner who suggest they could have been ejected from their own systems and ended up here. They may even have passed near Earth on their way through the Solar System before the age of telescopes.

For that reason, they argue it's worth studying the spectra from Kuiper belt objects, just in case.

Perhaps. Either way, Loeb and Turner have dreamt up an exciting new take on the search for extra terrestrial intelligence.
And not a moment too soon. SETI badly needs an injection of new ideas. Earth's radio signature has been in dramatic decline as communications have switched from the airwaves to fibre optics. This has begun to pull the metaphorical rug from the radio-based rational for SETI.

But with exoplanets being discovered by the bucket-load, it's becoming increasingly clear that ET civilisations could reveal themselves in other ways.

And as Loeb and Turner point out, light pollution seems as promising a signature to search for as any other.

Ref: arxiv.org/abs/1110.6181: Detection Technique for Artificially-Illuminated Objects in the Outer Solar System and Beyond


October 31 2011

21:08

Über die "Sprache der Vögel"

Wenn man sich auf die Suche nach Verhaltensähnlichkeiten zwischen Vogel und Mensch macht, so findet man einige erstaunliche Parallelen. Ein interessantes Beispiel dafür ist die Art und Weise wie Vögel und Menschen kommunizieren. Der Vogelgesang wusste schon immer den Menschen zu beeindrucken und vor allem auch zu inspirieren. In der Mythologie und der Literatur des Mittelalters betrachtete man die „Sprache der Vögel“ als eine magische, göttliche und perfektionierte Form der Sprache. Die Fähigkeit, die Sprache der Vögel zu verstehen galt als Zeichen großer Weisheit und zeugte von einer besonderen Verbundenheit mit einer Gottheit. Sie wurde auch...

19:20

Die Zivilisationsdecke ist dünn. Papstsatire? Klarer ...

Die Zivilisationsdecke ist dünn. Papstsatire? Klarer Fall von 12 Monate Wochen kein Arbeitslosengeld. Es geht um einen Pfleger, der bei der Caritas gearbeitet hat. Der hatte eine Papstsatire veröffentlicht und hat sich dann rausekeln lassen mit einem Aufhebungsvertrag. Das Arbeitsamt hat ihm dann 12 Wochen lang kein ALG ausgezahlt. Und das Landessozialgericht Baden-Württemberg hat dem Arbeitsamt auch noch Recht gegeben.

Update: Uh, Wochen, nicht Monate.

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