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August 12 2010

Psychic Detectives: Was können “übersinnliche” Ermittler?

In Australien hat eine Frau mit “übersinnlichen Kräften” eine Leiche gefunden, meldet Welt-Online. Eigentlich auf der Suche nach einem vermissten Kind, habe “ein Gefühl” sie in einen Park geführt. Dort habe das Medium stattdessen den in Plastik verpackten Torso einer Frau entdeckt.

Soso. “Hellseher im Dienst der Polizei” sind nicht erst seit der gleichnamigen Spiegel-TV-Reportage ein beliebtes Medienthema (hach, wie doppelsinnig wir heute wieder sind …). Auch der Mystery-Serie “Akte X” war dieses Phänomen eine Episode wert, und zwar “Der Hellseher”.

In dieser vierten Folge der dritten Staffel verlässt sich die Polizei auf die Dienste des „Unglaublichen Yappi“, eines affektierten „übersinnlichen Ermittlers“, um einen Mörder zu finden. Im Verlauf der Handlung entspinnen sich Dialoge wie der folgende zwischen dem Ermittlungsbeamten Detective Cline und X-Akten-Agent Fox Mulder:

Cline: „Der Unglaubliche Yappi hat gesagt, die Leiche des ersten Opfers hätte man irgendwo deponiert. Und jetzt finden wir sie tatsächlich auf einer Mülldeponie.“
Mulder: „Da läuft es mir ja kalt den Rücken herunter …“

Oder:

Mulder: „Yappi hat behauptet, die Leiche würde bei einem Wasser gefunden. Eine Kirche oder eine Schule wäre in der Nähe. Und er hätte einen kurzen Blick auf den Buchstaben ,S’ oder die Zahl ,7’ erhaschen können.“
Cline: „Und was wollen Sie damit sagen?“
Mulder: „Seine Hinweise sind so vage, dass sie praktisch nutzlos sind, lassen sich aber nach dem Fund dann leicht als zutreffend interpretieren.“

Na, wenn sogar schon Para-Enthusiast Mulder skeptisch ist, dann wird an der Sache wohl nicht allzu viel dran sein? Stimmt.

„Akte X“-Drehbuchautor Glen Morgan hatte bei seinen Recherchen für „Der Hellseher“ das Buch „Psychic Sleuths“ von Joe Nickell gelesen. Nickell, ein ehemaliger Privatdetektiv, ist heute als „Researcher“ (Falluntersucher) für die amerikanische Skeptikerorganisation CSI tätig. Für „Psychic Sleuths“ koordinierte er ein Team von elf Forschern, die mehrere Monate lang den bekanntesten „übersinnlichen Ermittlern“ der USA auf den Zahn fühlten.

Die aufwändige Untersuchung erbrachte ein Null-Ergebnis – und änderte nicht zuletzt auch Glen Morgans Einstellung zu dieser Thematik grundlegend:

Man denkt ja, vielleicht ist das möglich, oder man denkt gar nicht darüber nach. Man überlegt sich: ,Die haben sich einen übersinnlich Begabten dazu geholt, und er hat eine Leiche gefunden. Wow, das ist ja unglaublich.’ Aber dann, wenn man anfängt, ein wenig genauer hinzuschauen, sich konkrete Beispiele ansieht, dann sagt man plötzlich: ,Oh, es ist eigentlich total klar, dass da gar nichts Besonderes dran ist.’”

Neben Nickell führte der amerikanische Psychologe Dr. Martin Reiser beim Los Angeles Police Department zwei eingehende Untersuchungen zum Einsatz von „Sensitiven“ durch. Er bat zwölf „übersinnlich Begabte“, ihm Hinweise auf zwei gelöste und zwei noch ungeklärte Verbrechen zu geben. Die Ergebnisse nannte Reiser schließlich  „wenig bis gar nicht hilfreich“. Für einen neuerlichen Test beauftragte er gleichzeitig zwölf „Medien“, zwölf Kriminalbeamte und zwölf Collegestudenten mit demselben Fall. Heraus kam dabei, dass die „Medien“ zwar zehnmal so viele Informationen zu Protokoll gaben als die beiden anderen Gruppen – damit aber keinen Deut mehr zur Lösung beitrugen.

Die Autoren Jane Ayers Sweat und Mark W. Durm schrieben 1993 die Police Departments von 50 amerikanischen Großstädten an. Sie wollten wissen, ob die Polizei tatsächlich die Dienste von „übersinnlichen Ermittlern“ in Anspruch nehme. Die Befragten gaben an, nie auf übersinnliche Weise Informationen einzuholen. Mehr noch: Die meisten beklagten sich bei Sweat und Durm, dass selbst ernannte „Medien“ die Ermittlungen regelmäßig behinderten.

Eine Erfahrung, die auch der Scotland-Yard-Inspektor Edward Ellison bestätigen kann: Bei Nachforschungen in allen acht Londoner Bezirken, für die Scotland Yard zuständig ist, stellte er fest, dass nicht seine Kollegen die „Sensitiven“ aufgesucht, sondern dass diese sich der Polizei aufgedrängt hatten.

Und hier bei uns? Erschien vor drei Jahren der Aufsatz „,Psychic detectives’ auch in Deutschland? Hellseher und polizeiliche Ermittlungsarbeit” in dem Fachblatt Die Kriminalpolizei. Darin heißt es unter anderem:

Die Zahl entsprechender Angebote an die Polizei (steigt) mit zunehmendem massenmedialem Interesse am betreffenden Vermisstenfall stark an … Besonders wichtig ist dem Autor in diesem Zusammenhang der Befund, dass – nach Angaben der befragten Polizeidienststellen – die entsprechenden Hellseher in keinem einzigen Falle einen brauchbaren Hinweis gegeben oder auch nur im entferntesten weitergeholfen hätten.”

Nichtsdestotrotz will sich unser australisches Super-Medium nun intensiv in die Suche nach der vermissten sechsjährigen Keisha Abrahams einschalten. Die Eltern des Mädchen wären indes gut beraten, der “Hellseherin” barsch die Tür zu weisen. Wohin der Unfug mit “übersinnlichen Ermittlern” führt, davon kann zum Beispiel die Familie Tate aus Aylesbeare, Devon (England), berichten, deren Tochter Genette 1978 spurlos verschwand.

In der Folgezeit dienten sich zahllose Hellseher und Wahrsager den Eltern an, mit ihren übersinnlichen Fähigkeiten das Mädchen ausfindig zu machen. Ihr Vater John Tate sagte später dazu aus (zit. nach Lynne Kelly: „The Skeptic’s Guide to the Paranormal“):

Es kamen viele Leute zu uns, die uns einen Hoffnungsschimmer gaben. Am Anfang  griffen wir nach jedem Strohhalm. Doch die Versprechungen der ,Medien’ erwiesen sich allesamt als Lügengespinste. Sie weckten nur falsche Hoffnungen.
Manchmal glaubten wir wirklich, wir hätten eine Spur. Die Vorschläge und Ideen der „Sensitiven“ nagten an unserem Verstand. Doch immer, wenn es konkret wurde, führten die angeblichen Spuren nirgendwo hin – außer in tiefste Verzweiflung.

Wir merkten bald, dass die Hellseher, die vor unserer Haustür standen, so eine Art „Vertreter-Typen“ waren, die, wenn sie sich erst einmal eingeschlichen hatten, nicht mehr so einfach wieder fort gingen. Es waren Menschen mit übersteigertem Selbstbewusstsein, die sich unbedingt durchsetzen wollten.
Sie trampelten rücksichtslos auf unseren Gefühlen herum, die ohnehin schon an der Grenze der Belastbarkeit waren. Innerhalb kürzester Zeit versetzten sie uns seelisch völlig in Aufruhr und  der Einfluss dieser Leute begann sich äußerst unangenehm auszuwirken. Selbst wenn wir es nicht wollten – sie waren immer da, auf unserer Türschwelle, und erwarteten, dass sie mit offenen Armen empfangen würden.

Wir merkten bald, dass die Tätigkeit der ,übersinnlich Begabten’ nicht nur unsinnig und lächerlich war – sie war übel und bösartig. Als wir erst einmal in diesem Netz der Täuschungen –  und genau darum handelte es sich – gefangen waren, war es für uns sehr schwer, uns wieder frei zu kämpfen. Nichts von alledem führte jemals zu irgend etwas, außer zu immer neuen Enttäuschungen und Verwirrungen. Die Hellseher und Wahrsager hatten uns mit ihren Suggestionen zu Sklaven und Abhängigen gemacht.“

Zum Weiterlesen:

August 06 2010

“The Reaping”: Ein Skeptiker trifft Hilary Swank

Gut, rein von der Optik her kann man es Regisseur Stephen Hopkins nicht verdenken, dass er sich für Sweety Hilary Swank als Hauptdarstellerin für “The Reaping - Die Boten der Apokalypse” entschieden hat. Und gegen Joe Nickell, den Senior Research Fellow der amerikanischen Skeptiker-Organisation CSI.

Inhaltlich indessen gereicht diese Wahl dem Hollywood-Streifen entschieden zum Nachteil. “Dumm” und “lächerlich schlecht” fand zum Beispiel USA Today den Film, der morgen (Samstag, 7. August) um 22.05 Uhr bei RTL läuft. Andere Kritiken fielen nicht wesentlich freundlicher aus.

Als “another bad supernatural thriller“ (Washington Post) handelt “The Reaping” von der Professorin Katherine Winter, die “vermeintliche göttliche Wunder als Täuschungen enttarnt” (zit. nach Wikipedia). Soweit stimmt die fiktive Biografie der Protagonistin noch weitgehend überein mit dem real existierenden Joe Nickell, nach eigenen Angaben „the world’s only full-time professional paranormal investigator”.

Der Literaturwissenschaftler und ehemalige Privatdetektiv untersucht seit mehr als vier Jahrzehnten vermeintlich “übersinnliche” Phänomene. Zum Thema “göttliche Wunder” (wie etwa blutende und weinende Madonnen-Statuen, Stigmata, Visionen, unverweste Leichname etc.) hat er das Buch “Looking for a Miracle” geschrieben – und eben dieses weckte das Interesse von Hollywood-Produzentin Kate Garwood, die es später ihrer Hauptdarstellerin Hilary Swank als Pflichtlektüre verordnete.

Natürlich gelangt Prof. Katherine Winter im Verlaufe von “The Reaping” zu der Pflichterkenntnis aller populär-kommerziellen Machwerke: “dass sie mit ihrem wissenschaftlichen Ansatz nicht weiterkommt” (zit. nach RTL). Am Ende findet sie in einer Kleinstadt, die von den zehn biblischen Plagen heimgesucht wird, sogar zu ihrem verlorenen Glauben zurück. Für Nickell eine inakzeptable Wendung der zunächst ganz passabel klingenden Story:

Exasperated, I said that asking me to assist with such a drama was rather like suggesting I stick my foot out and shoot a bullet through it. I have since adopted a more resigned attitude.”

Dennoch wird Nickell schließlich zu den Dreharbeiten eingeladen und lernt dabei auch Oscar-Preisträgerin Hilary Swank kennen:

I liked her immediately, and we discussed our respective philosophies. Without speaking for her, I would think she might describe herself as being more ,spiritual’ than either ,religious’ or ,skeptical’. As for me, I told her, my work has increasingly convinced me that we live in a real, natural world, one that science is best suited to explain.

As we parted, Lawrence Elman and I went out one door of the building and Hilary (and a couple of others who had joined her) went out another. As it happened, however, our respective walkways funneled us all to the same exterior stairway, and Hilary feigned surprise at seeing me again. With a grand gesture, and a knowing look, she exclaimed, ,Coincidence??!!’”

Zu filmischen Ehren gelangt Nickell letztendlich zwar nur in einer begleitenden Doku-DVD über die biblischen Plagen. Nichtsdestotrotz zieht er ein halbwegs positives Fazit:

As for me, my Hollywood career seems already in decline, as I return to my job of looking for a miracle. Beyond the illusory apparitions, fake weeping icons, bogus stigmatics, and sadly ineffective “healings,” I am still looking—and so far finding a very real, very natural world.”

Nickells Erfahrungsbericht “The Making of The Reaping: Behind The Scenes of a Supernatural Thriller” gibt’s hier.

April 28 2010

High mit Hexensalbe?

 Hexen- und Teufelswahn im Harz” – Selbst heute noch regen sich besorgte Christen über spezielle Bräuche in der “Walpurgisnacht” auf. Doch vermutlich ist dieses wilde Treiben vergleichsweise harmlos gegenüber mittelalterlichen Drogen-Trips beim “Hexensabbath”. Ein Gespräch mit dem Lebensmittelchemiker und GWUP-Vorstandsmitglied Dr. Jochen Bergmann.

 

Herr Dr. Bergmann, in der Walpurgisnacht fliegen die Hexen auf einem Besenstil zum Blocksberg, um dort eine Nacht lang zu tanzen und wollüstigen Sex mit dem Teufel zu haben. Das klingt wie ein Drogen-Trip. Könnten solche Vorstellungen vielleicht tatsächlich unter dem Einfluss halluzinogener Substanzen entstanden sein?

Das ist sogar sehr wahrscheinlich, wenn man die verwendeten Pflanzen betrachtet.
Obwohl Hexensalben-Rezepte – hier insbesondere die klassische „Flugsalbe“ – in verschiedenen Varianten kursierten, enthielten sie meist Teile einer oder mehrerer Pflanzen mit berauschender Wirkung, wie etwa Bilsenkraut, Tollkirsche, Alraune oder bittersüßer Nachtschatten. Auch wenn wir erst seit einigen Jahrzehnten die chemischen Verbindungen kennen, die für die Wirkung verantwortlich sind: Ihre Wirkung ist schon seit Jahrhunderten bekannt und der Kreis ihrer Anwender war nicht auf Hexen beschränkt.
Durch unterschiedliche Rezepte, Herstellungsverfahren und natürliche Schwankungen der Inhaltsstoffe gibt es zum Teil große Unterschiede in den Schilderungen der Wirkung von Hexensalben. Einige Hexensalben mögen vielleicht wirkungslos gewesen sein und bei anderen vermischen sich authentische Schilderungen mit Übertreibungen und Mythen. Einen wahren Kern aber haben die die Schilderungen von „Hexenflug und Ausschweifungen“ allemal – nur fand dies im Kopf der Hexen statt.

Könnten Sie eine Salbe zusammenbrauen, die eine solche Wirkung hat? Was wäre da zum Beispiel drin?

Eine Hexensalbe lässt sich relativ einfach herstellen. In eine Salbengrundlage nach Wahl werden je nach Rezept verschiedene Pflanzen eingearbeitet. Neben Inhaltsstoffen, die Geruch oder Konsistenz verbessern sollen, gehören in eine echte Flugsalbe auch eine oder mehrere der oben genannten Pflanzen. Mit ein wenig botanischem Wissen oder spezialisierten Naturführern lassen sich diese Zutaten selbst finden. Und zur Verarbeitung zu einer Salbe benötigt man dann nur ein wenig handwerkliches Geschick.

Der Volkskunde-Professor Will-Erich Peukert unternahm in den 1950-er Jahren nach eigenen Angaben einen spektakulären Selbstversuch mit einer Hexensalbe. Er schrieb später darüber: “Vor meinen Augen tanzten zunächst grauenhaft verzerrte menschliche Gesichter. Dann plötzlich hatte ich das Gefühl, als flöge ich meilenweit durch die Luft. Der Flug wurde wiederholt durch tiefe Stürze unterbrochen. In der Schlußphase schließlich das Bild eines orgiastischen Festes mit grotesken sinnlichen Ausschweifungen.” Auch wenn das übertrieben klingt und eher an einen Bilderbuchhexenritt erinnert: Könnte man so ein Experiment nicht einfach mal wiederholen?

Ja, aber das ist nicht empfehlenswert. In den frühen Zeiten der Naturstoffforschung waren Selbstversuche mit pflanzlichen Drogen keine Seltenheit. Man darf aber nicht vergessen, dass es sich bei den Wirkstoffen der genannten Pflanzen um hochpotente Verbindungen mit erheblichem Schadenspotenzial handelt. Anders als bei bekannten Genussdrogen wie Nikotin, Ethanol oder Koffein ist die Dosierung der Wirkstoffe bei Hexensalben nicht einfach und das Fenster zwischen mildem Rausch und Höllenritt sehr schmal.
Die Anwendung irgendeiner Hexensalbe ist vergleichbar mit der Verabreichung eines halben Liters eines alkoholischen Getränkes mit unbekanntem Alkoholgehalt: Wer Bier bekommt, dem droht kein Ungemach. Wer den Schnaps erwischt, riskiert eine Alkoholvergiftung.

Im Internet und in diversen aktuellen Hexenbüchern kursieren zahlreiche Rezepte für Hexensalben – sind die alle wirkungslos? Was kann da realistischerweise passieren, an Wirkungen und auch an Nebenwirkungen?

Die im Internet und der Literatur für „moderne Hexen“ kursierenden Anleitungen sind ein Sammelsurium verschiedener Rezepte für verschiedene Zwecken wie Heilung, Verhexung und Schutz.
Die Rezepte für Flugsalben lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen: Die einen enthalten gar keine Rauschdrogen oder nur sehr geringe Anteile. Von diesen geht hinsichtlich der Rauschwirkung keine Gefahr aus, allerdings wird sich auch kein echtes Fluggefühl einstellen. Die andere Gruppe der Rezepte schreibt Rauschdrogen in einer Menge vor, die bei normaler Anwendung eine Rauschwirkung erwarten lässt. Hier kann es bei unerfahrenen Anwendern schnell zu einer Überdosierung kommen, denn sie können die zu erwartende Wirkung nicht so einfach in „mild“ und „wild“ unterteilen. Daher ist von leichtfertigen Versuchen mit Flugsalben abzuraten.

 Zum Weiterlesen:

  • Gisela Völger/Karin von Welck (1987): Rausch und Realität - Drogen im Kulturvergleich. Rowohlt, Reinbek

 

March 09 2010

Buchtipp: Warum die Uhr stehenblieb, als Opa starb

“Warum die Uhr stehenblieb, als Opa starb” war nicht nur das Motto des Publikumstages bei der GWUP-Konferenz 2009 in Hamburg – sondern ist auch der Titel meines neuen Buches, das gerade erschienen ist. Untertitel: “Merkwürdige Zufälle und unerklärliche Phänomene”.

Warum geht’s? Natürlich ums Paranormale. Und um Skeptizismus. Also um beides.

Damit das funktioniert und wirklich jeder das Buch in die Hand nehmen kann, weist jedes Kapitel eine dreiteilige Struktur auf:

  • Die “Nachtseite” beschreibt das jeweilige Thema/Phänomen aus Sicht der “Gläubigen” und der sogenannten “Grenzwissenschaften”
  • Im “Dämmerlicht” werden dann persönliche Erfahrungen und Erlebnisse erzählt, wie sie sich zum Beispiel in Online-Foren und Diskussionsboards finden. Als kurze Stories, in der Ich-Perspektive, aber in eine lesbare Form gebracht, also umgeschrieben und zugespitzt. So ähnlich wie die “urban legends” in den Büchern von Prof. Brednich. Nur aus dem Bereich des “Übersinnlichen”. Und hoffentlich etwas besser geschrieben …
    Die Geschichten handeln von Todesomen, Geistern, okkulten Praktiken, PSI bei Tieren, Vorahnungen, unsichtbaren Helfern und solchen Dingen.
  • Und dann gibt’s noch die “Tagseite”. Das ist der kritische/skeptische Standpunkt. Also Erklärungen, soweit möglich.

Mal schauen, ob das so hinhaut.  

Etwa die Sache mit der Uhr. Warum bleibt manchmal die Uhr plötzlich stehen, wenn ein geliebter Mensch stirbt?
Sogar der berühmte Physiker Richard Feynman erlebte dieses Phänomen beim Tod seiner ersten Frau. Er sah, dass ihr Wecker auf dem Tisch neben ihrem Krankenhausbett genau zu der Minute stehenblieb, in der seine Frau laut Sterbeurkunde gestorben war.
Diese seltsame Übereinstimmung ließ dem genialen Naturwissenschaftler keine Ruhe. Er begann nachzuforschen. Und im Nachhinein stellte Feynman fest, dass der Arzt die Todeszeit, die in der Sterbeurkunde angegeben war, von eben jenem Wecker am Krankenbett abgelesen hatte. Zu diesem Zeitpunkt war die Uhr aber schon lange stehengeblieben, mindestens eine halbe Stunde zuvor.

Ist das die einzige Erklärung für dieses Phänomen? Natürlich nicht. Genauso wenig, wie es eine gemeinsame Ursache für sämtliche Autounfälle gibt.

Zum Weiterlesen:

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